10 Jahre Wildorado

Am 03. September 2017 feierte das Wildorado seinen 10. Jahrestag mit einer zünftigen Party auf der Freifläche vor der neuen Schwimmhalle. Musik, Tanz, Fitness und gute Laune waren angesagt. Mit Recht. Das Wildorado hat sich in den letzten 10 Jahren als eine echte Errungenschaft für Wildau und die Region erwiesen. Immerhin nutzen rund 150.000 Besucher das Schwimmbad pro Jahr, knapp 1.000 Nutzer hat das Fitness-Studio, mehrere 100 Nutzer hat die Sauna.

Dabei war der Start des Wildorados vor 10 Jahren mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. Die bautechnischen Herausforderungen waren sehr groß (Wassertechnik, Hubboden-Becken), auch der finanzielle Investitionsaufwand war groß – ca. 10 Mio. €, davon knapp 50 % Fördermittel vom Land Brandenburg – und es gab auch damals schon eine kommunalpolitische BlockadeFront. Dennoch, Anfang September 2007 war es geschafft, das Wildorado konnte öffnen und seine Leistungen den Wildauerinnen und Wildauern und den weiteren Gästen aus der Region anbieten. Und dies mit steigender Resonanz.

Dabei ist die ökonomische Situation des Wildorado’s nicht einfach. Die Betreibung ist personalintensiv. Etwa 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind beim Wildorado beschäftigt. Auch Energie, Strom und Wasser sind große Aufwandsposten. Das Wildorado kann sich wirtschaftlich nicht alleine tragen. Die Stadt muss jedes Jahr mehrere 100.000 € „zuschießen“. Einen Teil davon zahlt das Wildorado als Pacht an den Gebäudeeigentümer, die Stadt, zurück. Es bleibt aber ein Netto-Defizit von ca. 200.000 € übrig, das die Stadt trägt. Das ist möglich. Aber auch in Wildau kann jeder Euro nur 1 x ausgegeben werden. Wenn für das Wildorado, dann nicht für andere Aufgaben. Das ökonomische Hauptproblem des Wildorados hat dabei eigentlich einen positiven Hintergrund. In unserer schönen Umgebung gibt es gerade im Sommer mehrere Alternativen zum Wildorado. Zum Beispiel den Badesee in Körbiskrug (Neu-Kamerun). Gleichzeitig gibt es in der Nähe, in Ludwigsfelde, eine Therme, die auch im Sommer gut besucht ist. Das trifft auch auf die bekannte Saunaanlage „Satama“ in Wendisch-Rietz zu. Das Wildorado ist dagegen gerade im Sommer defizitär (zu wenig Besucher). Im Winterhalbjahr werden die Kosten im Wildorado andererseits gut erwirtschaftet. Über Verbesserungen für das Sommerhalbjahr muss weiter nachgedacht werden. Die „schwarze Null“ ist noch immer mein wirtschaftliches Traumziel für unser Wildorado. Auf geht’s!

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