Bürgermeister Dr. Uwe Malich

Liebe Wildauerinnen und liebe Wildauer,

in Wildau ist in den letzten Jahren sehr viel erreicht worden. Wildau ist schön geworden. Wildau ist eine erfolgreiche Kommune. Es wurde viel investiert. Die frühere Massenarbeitslosigkeit ist weitgehend beseitigt worden. Es gibt viele leistungsstarke Unternehmen in Wildau. Die Einkommenssituation hat sich für viele Familien in Wildau deutlich verbessert. Im Landesvergleich hat Wildau eine Spitzenposition. Aber es gibt auch in der Zukunft noch viel zu tun für unsere Stadt. Wir befinden uns im Wettbewerb mit anderen Städten und Gemeinden und es gibt neue Probleme und Herausforderungen, zum Beispiel den Fachkräftemangel, der Schritt für Schritt, Jahr für Jahr, immer stärker und bedeutsamer wird für unser gesamtes Land und auch für unser Wildau. Ich möchte in den nächsten Jahren weiter mithelfen, Wildau noch besser, noch lebenswerter und noch stärker zu machen. Zu dieser Entscheidung kann und will ich mich auch deshalb bekennen, weil ich ein leistungsstarkes, hoch qualifiziertes und motiviertes Verwaltungsteam an meiner Seite weiß.

Gemeinsam sind wir stark!

Wir wollen weiter gute Unternehmen mit guten Arbeitsplätzen nach Wildau holen. Wir wollen einen sinnvollen und maßvollen Wohnungsneubau in Wildau unterstützen, um dem Wohnungsmangel in Wildau abzuhelfen. Wohnungen für jeden Interessenten sind wichtig, und sie müssen bezahlbar sein! Weil Familien mit Kindern nach Wildau zuziehen und die Kinderzahl in Wildau wieder ansteigt, müssen wir auch die Kitakapazitäten in Wildau erweitern, ebenso die Kapazitäten unserer Grundschule und unserer Oberschule. Unsere Oberschule bauen wir schon in diesem Jahr für das „gemeinsame Lernen“ aus, um dort auch Schüler mit bestimmten Einschränkungen gut beschulen zu können. Unsere Grundschule muss noch deutlicher erweitert werden wegen der steigenden Wildauer Schülerzahl. Voraussetzung dafür ist die Standortverlagerung unserer Kita „Wirbelwind“ – nicht des Hortes, der soll neben der Grundschule bleiben. Aber der Kitaplatz wird für die Grundschulerweiterung benötigt. Die Kita „Wirbelwind“ kann und soll einen neuen Standort am westlichen Ende der Freiheitstraße erhalten – nahe der „Dorfaue“. Die Wildauer Kita´s´sind gut und vielfältig. Ihre Privatisierung ist nicht notwendig, wäre meines Erachtens der falsche Weg. Die Kindertagesstätten sind öffentliche Daseinsvorsorge und brauchen öffentliche Fürsorge.

Seit Jahrzehnten ist Wildau eine sportorientierte Kommune (u.a. Fußball seit 1910, Handball seit 1950, Volleyball seit 1970, sportlichste Gemeinde des Landes Brandenburg 2006). Noch in diesem Jahr wird mit Unterstützung des Landes Brandenburg in Wildau endlich ein Kunstrasenspielfeld errichtet. Vor allem für die Fußballer bedeutet dies eine bedeutende Verbesserung ihrer Bedingungen für den Sport. Die kommunalpolitische Entscheidungsfindung für den Kunstrasenplatz war sehr schwierig und langwierig. Es gab viele Widerstände, auch von KollegInnen, die sich heute mit dem Ergebnis brüsten. Die Fördermittel vom Land und die Unterstützung vom Kreissportbund waren für die kommunale Entscheidungsfindung eine große Hilfe.

Wichtig und gut für Wildau wäre es es auch, in nächster Zeit eine neue zusätzliche Sporthalle zu bauen. Vor allem die Handballer vom HSV 1950 e.V. und die Turner des SV Motor Wildau haben dringenden Bedarf. Es geht bei beiden Vereinen auch um Leistungszentren von überregionaler Bedeutung. Sport ist aber noch viel mehr. Er geht (fast) jeden etwas an – für die Fitness, für die Gesundheit, für gute soziale Kontakte, für das tägliche Wohlbefinden. Vom Kleinkind bis zum Sportler im Seniorenalter. Auch die Entscheidung für die neue Sporthalle ist schwierig. Es gibt Querschüsse und Angriffe „von hinten durch die Brust“. Aber der Hallenneubau ist möglich. Am besten gleich links neben dem Wildorado. Die Wildauer können jetzt mit entscheiden. Im kommenden Jahr könnte es losgehen!

Investiert muss in Wildau in den nächsten Jahren aber noch mehr, und zwar schrittweise, Stück für Stück. Zum Beispiel im Straßenbau, für Geh- und Radwege und Plätze. Die anspruchsvolle Bergstraße ist jetzt fertiggestellt. Hier haben Stadtverwaltung und Stadtverordnetenversammlung gut zusammen gearbeitet. Als nächstes soll der Westkorso folgen. Dann ist die Waldsiedlung dran. Weitere Straßen müssen folgen, zum Beispiel die Jahnstraße, die Fichtestraße, die Kantstraße usw.. Es gibt noch viel zu tun. Packen wir es an!

Dazu gehört auch der Wohnungsbau. Die Altbestände sind erfolgreich durchsaniert, darunter die bundesweit bekannte Schwartzkopffsiedlung. Jetzt wird Neues benötigt. Gerade begonnen wurde eine sehr moderne neue Wohnanlage im Röthegrund II (Bauwert). Etwas weiteres Größeres soll folgen im Bereich Bergstraße/Ecke Schertlingstraße. Weitere Einzelprojekte hat die WiWO in Vorbereitung. Mittelfristig soll noch etwas Besonderes entstehen, und zwar am sog. Dahme-Nordufer, also zwischen dem jetzigen Geschäftsgebäude der WiWO und der Ortsgrenze nach Zeuthen (Seniorenstift) an der Dahme. Hier ist die WiWO gemeinsam mit der Investorengruppe Bauwert engagiert. Hier müssen aber zunächst Altlasten dekontaminiert werden.

Trotz Wohnungsneubau und einigen weiteren Gewerbeansiedlungen, zum Beispiel das „Zentrum für Zukunftstechnologien“ neben Halle 21 im SMB-Gelände und auch Investitionen im „ehemaligen Gärtnereigelände“ soll Wildau seinem Namen weiter alle Ehre machen: Wilde Aue! Also die Wildauer Naturoasen sollen erhalten bleiben als ökologisch wertvolle Rückzugsräume für Flora und Fauna, aber auch als Erlebnisräume für die Naherholung der Wildauer. Beispiele für die konkrete Umsetzung sind der Dahme-Wanderweg, die asiatischen Wasserbüffel in den Dahmewiesen und die Sanierung des Tonteichs in den Lausebergen.

Es bleibt noch viel zu tun in Wildau! Vieles wird sich nicht einfach gestalten. Ich habe 15 ½ Jahre Erfahrungen sammeln können. Ich konnte in dieser Zeit ein gutes Mitarbeiterteam aufbauen und viele wichtige Verbindungen knüpfen und viele wichtige Leute kennen lernen. Vorher war ich selbstständiger Unternehmensberater, kann mich also in die Situation der Unternehmen hineinversetzen. Davor habe ich an der Hochschule für Ökonomie in Berlin im Bereich Wirtschaftsgeschichte gearbeitet. Als Historiker lernt man den Weitblick, was für die heutige Führungstätigkeit sehr wichtig ist. Ich bin bereit, wieder Verantwortung zu übernehmen. Wenn Sie mir Ihr Vertrauen geben würden, würde ich mich sehr freuen und voll in die anliegende Arbeit einsteigen.

Ihr Dr. Uwe Malich