Eine nötige Erwiderung!

Der „Herz“-Dame ist offenbar jedes Mittel recht, um ihrem Ziel näher zu kommen.

Wildau hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt. Um da etwas Neues/Anderes anzubieten, muss Wildau offenbar erst mal schlecht gemacht werden, das auch mit Plattheiten, Halbwahrheiten und sogar (bewussten?) Falschinformationen.

Wildau ist angeblich die am höchsten verschuldete Kommune des Landes Brandenburg mit 7.460 €/Einwohner. Die Realität ist aber eine andere. Am 31.12.2016 hatte die Stadt Wildau eine Verschuldung von 7,1 Mio. €, d.h. von 713 €/Einwohner. Für Brandenburger Verhältnisse eine ganz normale Situation. Manchmal müssen für große, wichtige Projekte eben auch Kredite aufgenommen werden, z.B. für das Wildorado, für die Sanierung des Volkshauses, für die Sanierung der Oberschule (damals Realschule). Ein anderes zahlenmäßiges Bild würde sich dann ergeben, wie offenbar bei der „Herz“-Dame; wenn man die Verbindlichkeiten der WiWO, unserer Tochtergesellschaft, einfach der Kommune zurechnen würde. Aber die WiWO ist rechtlich eigenständig. Und sie ist leistungsstark und attraktiv, hat eine sehr gute Bonität und kann ihre Kredite jederzeit selbst bedienen. Und die WiWO konnte natürlich die umfangreichen Wohnungssanierungen in Wildau nur mit entsprechend umfangreichen Krediten finanzieren. Wohnungsbau und Wohnungssanierung sind nun einmal sehr teuer. Aber die WiWO ist wirtschaftlich eigenständig!

Die Kandidatin will im Finanzhaushalt der Stadt Wildau „wieder“ Rücklagen bilden für Unvorhergesehenes. Das ist löblich. Aber zum Jahresende 2016 hatte die Stadt bereits eine Rücklage von mindestens 6,2 Mio. €. Immerhin!

Der Zuschuss der Stadt Wildau für das Wildorado beträgt in 2017 in der Tat voraussichtlich 640.000 €. Eine tolle Leistung der Stadt! Zur Wahrheit gehört aber auch die Feststellung, dass das Wildorado in 2017 an die Stadt Wildau eine Pacht in Höhe von 486.900 € zahlt. Ebenfalls eine starke Leistung des Wildorados angesichts nicht einfacher Rahmenbedingungen. Diese Pachtleistung unterschlägt die Kandidatin leider. Die Differenz zwischen Zuschuss und Pacht beträgt 153.100 €. Die Stadt muss das Wildorado also weiterhin unterstützen, dies für verschiedene sehr gute Zwecke: Fitness, Wohlbefinden, Spaß und Gesundheit unserer Bürger!

Für Wohlbefinden, Fitness und Gesundheit ist auch unser Kurpark sehr wichtig. Er ist Naherholungsgebiet und zugleich Refugium für seltene Tiere und Pflanzen. Anders als von der Kandidatin fälschlich behauptet, wurde sein rechtlicher Status – (Erholungs-)Wald – seit der Wende zu keiner Zeit geändert. Für die Kompromissfindung zwischen Naherholung und Naturschutz sind wir in Wildau selbst zuständig.

Auch das Thema Kultur wurde von der Kandidatin aufgegriffen. Das ist sehr gut. Noch besser wäre es gewesen, das in den vergangenen Jahren auf diesem Gebiet in Wildau Erreichte erst einmal zur Kenntnis zu nehmen.

Auch in anderen Bereichen, z.B. Stadtentwicklung und Waldsiedlung, ist die Kandidatin vor allem dabei, offene Türen einzurennen. Das hat den Vorteil, dass man sich dabei – was gut ist – keine Beulen holen kann. Aber Wildau schlecht zu reden, um selbst im Glorienschein gesehen werden zu wollen, finde ich nicht gut.

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