Wirtschaftsstammtisch des Bürgermeisters am 10. August 2017

Leider konnte Bürgermeister Dr. Uwe Malich an seinem Wirtschaftsstammtisch am 10. August 2017 auf Grund seiner fahrradunfallbedingten Verletzung nicht selbst teilnehmen. Aber der Wirtschaftsstammtisch wurde dennoch durchgeführt. Der Vize-Bürgermeister Marc Anders übernahm die Leitung der Veranstaltung. Und der Bürgermeister hatte die Vortrags- und Diskussionsgrundlage für die Veranstaltung noch selbst konzipiert, ergänzt durch vor allem finanzwirtschaftliche Anmerkungenseines Stellvertreters (der auch der Kämmerer der Stadt Wildau ist).

v.li.n.re.: Sebastian Triebler und Martin Dietz
von der Autohaus Dietz GmbH, stellvertretender
Bürgermeister und Kämmerer Marc Anders
sowie Karl-Heinz Dietz

Der Wirtschaftsstammtisch hatte zwei Schwerpunkte. Zunächst erläuterte der Geschäftsführer der Autohaus Dietz GmbH, Herr Martin Dietz, gemeinsam mit Sebastian Triebler von der Autohaus Dietz GmbH die neuesten Hybridmodelle von Toyota. Hybrid bedeutet hier die Verbindung von klassischem Benzinmotor und Elektromotor zum Antrieb der Fahrzeuge. Die Hybridtechnologiekombiniert die jeweiligen Stärken vom klassischen Antrieb und vom Elektroantrieb. Die Hybridtechnologie ist eine gut geeignete Übergangslösung von der klassischen Motorisierung zur Elektromobilität. Die Hybrid-Fahrzeuge haben sowohl ökologische Vorteile (deutliche Verringerung der Schadstoffemission), aber durchaus auch positive ökonomische Effekte (geringereSteuern). Reine Hybrid-Fahrzeuge müssen nicht aufgeladen werden, sondern erzeugen ihren Strom selbst. Der aktuelle Prius (Generation 4) Plug-In Hybrid kann, nach Aufladen an einer 220 Volt Steckdose, mehr als 50 km rein elektrisch fahren. Selbstverständlich verfügen diese Fahrzeuge auch über einen konventionellen Benzinantrieb. Aus dem Zusammenspiel von Elektro- und Benzinmotor resultieren geringere Verbräuche und somit eine höhere Reichweite der Fahrzeuge. Toyota ist international mit führend bei der Hybridtechnologie. Und die entsprechenden Fahrzeuge werden auch in Wildau angeboten. Am 26.08.2017 ist von 10.00 bis 15.00 Uhr Kinderflohmarkt und Kuchenbasar im Autohaus Dietz. Die Erlöse des Kuchenbasars werden der Kinderstation des Krankenhauses in Königs Wusterhausen gespendet.

Im Weiteren ging es um Stand und Perspektiven der Stadt Wildau insgesamt. Wildau hat in den vergangenen Jahren sehr viel erreicht. Das zeigt sich städtebaulich, aber auch anhand wichtiger ökonomischer, sozialer und demografischer Kennziffern. So hat z.B. die Bevölkerungszahl Wildaus in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, von 7.046 Einwohnern am 3.10.1990 bis auf 10.064 Einwohner am 10.8.2017. Die Stadt Wildau wächst zahlenmäßig, das ist Ausdruck ihrer relativen Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität,auch im deutschlandweiten Vergleich. Auch die Beschäftigungsquote ist hoch in Wildau. Es hat einen deutlichen Arbeitsplatzzuwachs in den letzten Jahren in Wildau gegeben. Zur Zeit arbeiten in Wildau mehr als 6.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftige, so viel wie nie zuvor. Die meisten Beschäftigenkommen von außerhalb in den Arbeitsstandort Wildau, das heißt, Wildau hat gegenwärtig ca. 5.300 Einpendler. Gleichzeitig pendeln ca. 3.300 Wildauer in andere Orte zur Arbeit aus, z.B. nach Berlin, nach Schönefeld, nach Königs Wusterhausen und woanders hin. Wildau ist also attraktiv sowohl als Arbeitsstandort, als auch als Wohnstandort. Und die Arbeitslosigkeit, die vor Jahren in Wildau noch sehr hoch war, ist inzwischen deutlich gesunken. So hatte Wildau im Februar 2005 noch 710 Arbeitslose, im Juni 2017 dagegen nur 215. Der Arbeitsmarkt hat sich völlig verändert, für die Beschäftigten zum Positiven. Parallel dazu sind auch in Wildau die durchschnittlichen Einkommen deutlich angestiegen, von 2003 bis 2014 um 37 Prozent. Auch die kommunalen Steuereinnahmen sind in den vergangenen Jahren stark angestiegen, insbesondere die kommunalanteilige Einkommensteuer und die Gewerbesteuer. Die Steuerkraft der Stadt ist sehr wichtig für die Bewältigung der in den nächsten Jahren anstehenden Probleme.

Das Hauptproblem Wildaus in den kommenden Jahren (auch das Hauptproblem in der Bundesrepublik Deutschland insgesamt) ist der Fachkräftemangel, der schrittweise zunehmen wird. Sowohl aus ökonomischen Gründen (Konjunktur), als auch demografischen Gründen (Nachwuchsmangel). Die Wildauer Unternehmen müssen sich in den kommenden Jahren,„unterstützt von der Stadt Wildau“, verstärkt um Fachkräfte bemühen. Das geht nur im Wettbewerb mit anderen Unternehmen(Marktwirtschaft!) und anderen Kommunen. Die Fachkräfte können sich aussuchen, wohin sie gehen. Gute Bezahlung ist wichtig, auch eine gute Stimmung in den Unternehmen und gute kommunale Rahmenbedingungen. In Wildau ist das Wohnungsangebot deutlich zu erweitern und zu verbessern. Und es muss die soziale und die technische Infrastruktur weiter ausgebaut werden.

Das bedeutet, Erweiterung der Kita-Kapazitäten, Erweiterung der Grundschule, mehr Freizeitmöglichkeiten, Straßensanierungen, Sanierung von Geh- und Radwegen, Erweiterung des Systems der Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung sowie der Regenwasserableitung u.a.m.

Die Infrastruktur-Ertüchtigung verlangt natürlich gut kommunale Steuereinnahmen. Es gibt also in Bezug auf den weiteren Fortschritt der Stadt Wildau intensive Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und Kommune. Beide Seiten werden ständig im Gespräch bleiben und das Nötige für die gemeinsame weitere Entwicklung veranlassen. Darin waren sich die Wirtschaftsvertreter und die Vertreter der Stadt am 10. August 2017 einig.

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